Innehalten und Aufwind?

Jetzt ist die Zeit, innezuhalten. Das Jahr bis hierhin zu überdenken, neue Wege für das nächste Jahr in sich einziehen zu lassen. Allein dafür ist ein Innehalten notwendig. Oft muss der Mensch dazu genötigt werden. Will nicht sagen: gezwungen, aber bei mir scheint es so zu sein.

Durch Verkettung von Umständen habe ich mich mal wieder überfordern lassen, was die Gesundheit anbelangt. Sollte öfter mal Nein sagen, aber das fällt mir schwer. Und nun, wo es kälter wird, kommt auch die Entzündungsbereitschaft wieder. In den Fingern besonders. Im Rücken-Nervenkanal besonders. Im Oberkörper besonders. Im Kopf besonders. Hab ich was vergessen?

Ja, sagt der Mann, ich müsse ja nichts tun und das wäre eben meine Art.

Ja, sage ich zu ihm, aber ich kann nicht einfach hingehen und sagen, ich mach daheim mal eine Pause, denn du stellst Ansprüche, auch wenn du sie nicht aussprichst.

Da nickt der Mann und gibt mir recht.

Auch wenn du nichts sagst, möchtest du etwas Warmes zu essen, wenn du von der Arbeit kommst (nicken), und dass deine Wäsche gewaschen im Schrank liegt (nicken), dass es sauber in der Wohnung ist (Schulterzuckundnicken), dass ich einkaufen gehe und mich um deinen Hund kümmere (hefitgstnick).

Und ja, sage ich zum Mann, wer hätte vorausgesehen, dass deine Arbeitsplanung über den Haufen geworfen wird und du nun erst kurz vor dem Zubettgehen heimkommst? Also musste ich mit dem Trecker los und die 0,4 ha mähen, egal, ob´s mich gerissen hat oder nicht? Und ja, wir mussten das Hunde holen, für einen würdigen Abschied. Für ein gutes Gefühl für den Hund und die Hoffnung, dass es gut sein kann.


Also lasse ich seit Tagen das Schreiben fast sein. Beklage mich zwar, dass ich nichts schaffen würde, was mein Ding ist, im Gegensatz zu ihm, aber wenn ich zurückschau, ist es doch eine ganze Menge; eben nicht alles. 

Du musst nicht immer alles machen müssen, sagt der Mann und ja, da hat er recht. Ich kann nicht schreiben und zeichnen mit Händen und Füßen und nähen und stricken und bauen und basteln und Garten machen und spazierengehen und lesen und und und.


Ich beschränke mich die Tage auf das In mich gehen und lasse neue Wege Einzug halten. Ob sie gangbar sind, wird auf einem anderen Blatt stehen. Ich muss auf den Punkt kommen. Gleichgewicht finden. Zufriedenheit, und mir über das, was mich so anfliegt an Emotionen von außerhalb, klar werden. Dass das gar nichts mit mir zu tun hat. Dass ich das auffange und durch meine Art anders weitergebe. Das Licht und die Kraft des Universums. Ihr dürft auch Gott sagen. Es kommt ja alles von Gott. Aber sogar das zu sagen, dafür kann ein Mensch schon bestraft werden.

Lach nicht, wenn ich dir sage, dass ich das am eigenen Leibe erfahren habe!


Den einen oder anderen Cover werde ich ändern die Tage. Das habe ich mir fest vorgenommen. Nicht alle, nur zwei, denke ich mal.

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